Ian Anüll

Das frische Werk von Ian Anüll (*1948) weist häufig eine hintergründige, überraschende Seite auf. Es beinhaltet weit mehr, als es auf den ersten Blick bekannt gibt. In einem breiten Katalog an Medien, von Installationen bis Künstlerbüchern, greift er gleichermassen sozialkritische Themen auf sowie die ambivalente Rolle der Kunst in diesen Prozessen. Mit Bedeutungswechseln und Umdrehungen hinterfragt er etablierte Werte unserer Gesellschaft. Seine in Installationen verwendeten Objekte entlehnt er der Welt der Konsumgüter und der Kunst. Materialien, welche andere Künstler revolutioniert haben, legt er frei von Ideologie und widersetzt sich damit dem westlichen Kapitalgedanken. Selbst entzieht sich der Künstler, der unter einem Pseudonym auftritt, zuweilen herkömmlichen Zuordnungskriterien.

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